Ohne Matschhosen… geht auch, irgendwie!

20180921_182043Da ist er wieder der Herbst. Mit all seinen bunten Farben UND ganz besonders seiner Wetterlaunenhaftigkeit. Morgens kalt, mittags warm, manchmal windig und ganz oft nass.

Und! Nein! – ich will gar nicht darüber meckern. Ich mag den Herbst. Ich glaube sogar, dass der Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ wahr ist.

Rein theoretisch jedenfalls. Mit einer klitzekleinen Einschränkung nämlich! Zumindest bei uns.

Die richtige Kleidung muss auch getragen werden (wollen)…

Schwierig, wenn man zwei Kinder hat, die vehement erklären, dass sie „auf keinen Fall!!!“ Matschhosen anziehen werden. Eine Abneigung, die sich bei beiden etwa mit Beginn des dritten Lebensjahres konsequent eingestellt hat. Keine Ahnung wieso?

Eventuell könnte es damit zusammen hängen, dass wir Großen auch keine anhaben… 😉 – aber das ist ein anderes Thema.

Da hilft auch nicht das Modell in der Lieblingsfarbe – oder die trägerlose Variante. Wir haben alles versucht und alles Zuhause. Ungenutzt. Gummistiefel ähnliches Dilemma.

Zu groß, zu klein – zu unbequem.

In den meisten Fällen reicht zum Glück die stinknormale Softshelljacke und ein Paar wetterfeste Boots …

Manchmal wird es aber wirklich nass.

Wie an diesem einen Samstag im Spätsommer – wir sind eingeladen. Ein vierzigster Geburstag von lieben Freunden und gefeiert wird auf den Drachenbergen in Bensheim. Seit Wochen wussten wir Bescheid und freuten uns darauf. Ein Fest wo Groß und Klein kommt und für jeden etwas dabei ist. Kletterburg, Fußballplatz, Feuerstelle …. Platz ohne Ende. Vorausgesetzt das Wetter passt …!

Drei Tage bevor es losgeht, schielten wir auf diverse Wetterseiten und fingen an uns von der „Übernachten im Zelt“ Idee zu verabschieden, denn es regnete und regnete… .

Samstag früh entscheiden wir trotzdem zu fahren, ohne Zelt aber mit Gummistiefeln &Co.

Wird schon nicht so schlimm werden, denken wir und packen außerdem noch zwei Ersatzgarnituren Kleidung für die Kinder und drei Regenschirme ein.

Zwischenzeitlich stelle ich fest, dass mein Großer überhaupt keine Gummistiefel mehr hat,

die passen und beide Kinder erklären wieder einmal, dass sie „auf keinen Fall!!!“ Matschhosen anziehen werden.

„Wir passen einfach auf, Mama!“.

Ist klar.

Na gut, dann eben noch eine Ersatzhose mehr…und losfahren, mit eineinhalb Stunden Verspätung und der Hoffnung, dass bis zu unserer Ankunft der Regen aufgehört hat.

Hat er natürlich nicht … im Gegenteil: das große Gelände ist auf wenige trockene Plätze geschrumpft, die mit zahlreichen Sonnensegeln halbwegs abgehängt sind.

Darunter stehen ziemlich viele Erwachsene und noch viel mehr sitzen in dem Gebäude, was zu dem Gelände gehört.

Draußen hingegen sieht man ganz viele kleine Gäste in mehr oder weniger kompletten Regenmonturen durch das gesamte Gelände stapfen – tropfend, matschig und ziemlich gelassen deshalb…

„Können wir klettern gehen“ fragen mich meine sofort und ich schaue auf einen ziemlich hohen, ziemlich schlammigen Berg und möchte gerade „auf keinen Fall“ sagen, da gehen sie schon los.

Ohne Matschhosen…

Die nächsten Stunden gehen dann ungefähr so weiter: Matschiger Berg mit Rutsche 30 mal erklommen, 15 mal auf dem Po gerutscht, dreimal ausgerutscht. Dazwischen auf dem Bolzplatz Jungs gegen Mädchen gespielt – nochmal auf die Burg geklettert. Zwei Bionaden getrunken, Regenjacke ausgezogen weil „ es sooo warm war“ vom Fußball spielen… gemerkt, dass die Rutsche noch schneller ist, wenn man mit schlammigem Po rutscht, gelacht weil das Gesicht dabei braun gesprenkelt wird…

Tochter kurz beiseite genommen, als man sie fast nicht mehr erkannte weil sie aussah wie ein Festivalbesucher nach drei Tagen Rock im Schlamm. Umgezogen, trocken gerubbelt und gewusst, dass es 10 min später wieder so aussieht.

Nochmal kurz das Matschhosenthema angeschnitten und beiläufig erwähnt, dass man damit noch schneller rutschen kann.

Vergebene Liebesmüh nennt man das wohl.

Selber Fußball gespielt, selber gelacht und trotzdem mal wieder mehr gefroren als die Kinder „ Mama, du frierst einfach mehr als ich“ – Stimmt.

Deshalb Heizung an, Kuscheldecken über die Beine als es im Auto nach Hause geht…

„War eine schöne Party, auch mit Regen, finde ich“ kam es von der Rückbank.

Fand ich auch!

Und Zuhause, als alle schlafen und es draußen immer noch regnete…lief leise noch eine Waschmaschine…

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